Neue Drohnen Gesetze 2017 – Kennzeichnungspflicht usw.

   

Unser Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat neue Drohnen Gesetze 2017 vorgestellt. In Zukunft müssen wir uns auf strengere Regeln vorbereiteten und extrem aufpassen wo wir fliegen dürfen. Es gibt leider zu viele Plätze wo Drohnenflieger Abstand halten müssen. Probleme werden aber auch gewerbliche Nutzer haben die z.B. Hochzeitsaufnahmen machen sollen.

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Die „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ wurde dem Kabinett vorgelegt und wird im Anschluss dem Bundesrat weitergeleitet.
Update: Seit April 2017 gelten die neuen Drohnen Gesetze! Kennzeichnungspflicht und Kenntnisnachweis sind ab Oktober 2017 verpflichtend.

Die neuen Regeln im Video zusammengefasst

Kennzeichnungspflicht bei Drohnen ab 250 Gramm

Drohnen Gesetze 2017Das so etwas kommt haben wir ja schon lange erwartet. Aber wie das ganze aussehen soll, wusste noch keiner. Nun kommt Klarheit ans Licht und es ist sogar super einfach :).
Die Kennzeichnungspflicht betrifft nur Drohnen ab 250 Gramm. Alle leichteren Drohnen benötigen keinen Aufkleber.
Aufkleber? Ja, so einfach soll es sein. Die Kennzeichnungspflicht ist nichts anderes als ein Aufkleber am Multikopter mit Name und Adresse des Drohnen Halters. Allerdings muss diese Plakette feuerfest, Sichtbar und haltbar sein. Also am besten metalisch mit Gravur.
Wie ich finde, ist dies sogar eine Sinnvolle Regelung. Somit ist es einfach den Halter eines Copters zu finden, wenn dieser mal verschwunden ist, oder wenn es was zu klären gibt (Sachschaden und dergleichen). Ab April 2017 hat man 6 Monate Zeit eine Plakette anzuschaffen. Das bedeutet ab September sollte jede Drohne >250 über eine Plakette verfügen.

Kenntnisnachweis aka. Drohnenführerschein ab 2Kg

Drohnen Gesetze 2017Ab einen Ablfuggewicht von mehr als zwei Kilo muss der Pilot der Drohne auch ein Kenntnisnachweis vorweisen können. Hierbei geht es um einen Nachweis der Beweist, dass man Erfahrung mit dem fliegen von Multicoptern bzw. Modellfliegern hat.
Dieser Nachweis kann durch eine anerkannte Stelle des Luftfahrt Bundesamtes ausgehändigt werden. Luftsportvereine können eine Bescheinigung einer Einweisung aushändigen. Möchte man nur an Modellflugplätzen fliegen, dann benötigt man keinen Drohnenführerschein.
Einen Drohnenführerschein kann man ab 16 Jahren erhalten.
Was man alles beweisen muss um einen Kenntnisnachweis zu erhalten ist noch unklar. Wir werden sehen. Auch dies habe ich mir schlimmer vorgestellt. Es klingt nicht kompliziert, es bleibt nur abzuwarten wie man  den Nachweis erhält und ob das auch etwas kostet.
Die meisten von uns besitzen zudem auch keine Drohne >2Kg.

Aufstiegserlaubnis ab 5Kg Abfluggewicht

Drohnen Gesetze 2017Bei Drohnen ab 5Kg benötigt man eine Erlaubnispflicht. Die Erlaubnis wird von den Landesluftfahrtbehörden erteilt. Dazu dürfte auch die allgemeine Aufstiegserlaubnis der Bundesländer gelten. Weitere Infos zur Aufstiegsgenehmigung findet man hier.

Maximale Flughöhe von 100 Metern

Neu ist auch die Regelung der Flughöhe. Bisher musste man nur die Kontrollzonen und Lufträume beachten sowie den direkten Sichtkontakt zur Drohne. Die maximale Flughöhe wird nun auf 100 Metern beschränkt. Das ist eine Regel die mir nun gar nicht gefällt :(. Sonstige Einschränkungen z.B. innerhalb einer Kontrollzonen bleiben aber erhalten. Dort ist die Flughöhe weiter beschränkt.

Fliegen über Wohngebiete

Das fliegen über Wohngrundstücke ab einem Fluggewicht von 0,25Kg ist verboten. Außerdem ist es auch verboten, wenn das Fluggerät optische, akustische oder Funksignale übertragen oder aufzuzeichnen kann. Mit Erlaubnis des Grundstückhalters sollte das aber weiterhin möglich sein.

Grundsätzlich muss man 100 Meter Abstand halten von…

Industrieanlagen, Kraftwerke, Gefängnisse, Kasernen, Konsulaten / Botschaften, Oberste/Obere Bundes- und Landesbehörden, Liegenschaften der Polizei und Verfassungsbehörden, Autobahnen, Bundesstraßen, Bundeswasserstraßen, Bahnanlagen.

Das sind also eine Menge Gebiete wo man 100 Meter Abstand halten muss. Man hat also nicht mehr viel Platz zum Fliegen. Schon allein Bundesstraßen und Autobahnen beschränken uns hier sehr.

Betriebsverbot außerhalb der Sichtweite für gewerbliche Nutzer aufgehoben

Das dürfte viele gewerbliche Nutzer sehr freuen. Damit wird z.B. Zustelldiensten wie DHL der Weg frei gemacht um Pakete per Drohne zustellen zu können.
Der Betrieb außerhalb der Sichtweite ist aber genehmigungspflichtig.

Fazit

Zu den strengsten Regeln gehört wohl die 100 Meter Regel von den oben genannten Gebieten. Vor allem Leute die Bilder und Videos zu gewerblichen Zwecken machen wollen werden hier große Probleme bekommen. Hier werden wohl viele Aufträge abgewiesen, weil eine Aufnahme einfach nicht mehr möglich ist. Hobbypiloten werden schon ihre Plätze finden um legal fliegen zu können, aber auch das kann sehr kompliziert werden.
Die Kennzeichnungspflicht und den Kenntnisnachweis finde ich persönlich ganz gut. Man sollte einfach wissen können wem ein abgestürzter Quadcopter gehört.

Was haltet ihr von den neuen Drohnen Gesetze 2017?